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Jeans für Herren
Herren Jeans sind die Alleskönner unter den Hosen. Sie werden für ihre robusten Eigenschaften geschätzt und sind meist aus blauem Denim gefertigt. Dieser besondere Stoff stammt aus Frankreich und wurde ursprünglich als Serge de Nîmes bezeichnet. Aus dieser Bezeichnung wurde später der auch heute gut bekannte Begriff Denim abgeleitet.
Erfinder des Vorläufers der heutigen Herren Jeans war der deutsche Levi Strauss, der im 19. Jahrhundert in San Francisco robuste Hosen für Goldgräber schneiderte. Der Schneider Jacob Davis kam auf die Idee, die Nähte zusätzlich mit Nieten zu verstärken, und wandte sich damit an Strauss. Beide ließen 1873 eine mit Nieten verstärkte Hose aus Denim patentieren. Anfangs wurden Jeans mit Hosenträgern in Position gehalten, seit den 1930er-Jahren verhindern Gürtel das Herunterrutschen der Herren Jeans. In den 1950er-Jahren fiel der Jeans eine wichtige Bedeutung bei den Jugendprotesten zu. Sie wurden zum Symbol des Protestes gegen das Establishment. Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten amerikanische Soldaten die Jeans nach Europa, die auch hier einen Sturm der Entrüstung bei der älteren Bevölkerung auslöste. In der DDR waren die dort als Niethosen bezeichneten Kleidungsstücke sogar zeitweise bei Tanzveranstaltungen oder in der Schule verboten.
Heute ist die Herren Jeans längst etabliert und kann selbst im Büro zum Sakko getragen werden. Die Jeans gibt es in zahlreichen Passformen, die auch stark der Mode unterworfen sind. In den 70er-Jahren beispielsweise waren Schlaghosen sehr modern. Diese Herren Jeans sind an Unterleib und Oberschenkel eng anliegend geschnitten, um dann am unteren Hosenbein sehr weit zu werden und zum Beispiel den ganzen Schuh zu überdecken.